worlds end lodge

 

Sri Lanka bietet nicht nur traumhafte Strände und kulturelle Highlights.

Oft vergessen oder wenig beachtet sind seine bizarren Berglandschaften, die die Herzen von Naturfreunden höher schlagen lassen. 14 Tage am Strand mögen schön sein, aber warum nicht ein abwechslungsreiches Kontrastprogramm mit Teeplantagen, Wasserfällen, Flüssen, dichtem Dschungel, Graslandschaften und einer bunten Tierwelt?

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Wandern, Klettern, Wildwasserfahrten, Mountain Biking, Canyoning, Kanutouren und Höhlenbesuche sorgen für ausreichend Erlebniswert. Und die klaren Flüsse und Bäche bieten zahlreiche natürliche Pools. Zusätzliches Plus im Hochland:  saubere Natur, wenig Straßenverkehr, kein Gewusel und Markttreiben wie an der Küste. Man ist mit sich und der Natur mal ganz allein, kommt zur Ruhe. Diese Seite des Tourismus, also der mehr ökologisch naturnahe, wird in Sri Lanka gerade erst entdeckt. Zwar führen viele Touren durchs Hochland, aber meist in der Manier der Japaner: 1-Minuten-Stopp, Foto, weiter…Man verbringt die meiste Zeit im Auto, hat zum Schluss vielleicht alles und nichts gesehen. Aber es geht ja auch anders. Wer also mehr in der Natur sein will anstatt nur durchzurauschen, dem möchte ich an dieser Stelle ein paar Empfehlungen geben.

 

Tipp Nr. 1: BELIHULOYA    bambarakanda wasserfaelle waterfalls

      

Ein winziges Nest an der A4 160 km östlich von Colombo gelegen.

Anmerkung: Die A4 verläuft quer durch Sri Lanka von Colombo südlich des zentralen Berglandes entlang bis nach Pottuvil an der Ostküste.

Von Colombo braucht man ca. 4 Stunden mit dem Auto. Von Belihuloya lassen sich mit und ohne Führer zahlreiche Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade absolvieren.

Am beliebtesten sind Touren nach Worlds End und Hortons Plain, dem „Dach“ Sri Lankas, berühmt für den unvergesslichen Blick über die Insel. Hier entspringt auch der Fluss, der Belihuloya seinen Namen gegeben hat. Er ist zwar nur 20 km lang, aber traumhaft schön, denn er bahnt sich seinen Weg durch Felsen und bildet mehrere Wasserfälle, rechts und links wird er von üppigem Grün gesäumt. Man kann also am und im Fluss entlang wandern (Canyoning). Schließlich mündet er in den Samanalawewa Staudamm, auf dem Kanufahrten möglich sind. In Belihuloya und um den Staudamm gibt es mehrere Anbieter für alle möglichen Aktivitäten in dieser wundervollen Landschaft. Bekannteste Unterkunft ist das Belihuloya Rest House (heißt alles gleich da oben), dass über lediglich 10 Zimmer verfügt.

Es liegt direkt am Fluss und verfügt über einen der bereits erwähnten Naturpools. Aber wer ein paar Hundert Meter flussaufwärts läuft, wird noch die eine oder andere individuelle Alternative finden.

Weitere Möglichkeiten in der Umgebung: Wandern und Biken durch sattgrüne Reisfelder, Pinienwälder, die eigentümlichen Graslandschaften der Region „Patanas“- manche vergleichen sie mit dem schottischen Hochland- und durch entlegene Teeplantagen mit fantastischen Ausblicken. Und auf allen Wegen: farbenfrohe Schmetterlinge, Vögel, Blumen und Gewächse.

 

Tipp Nr. 2: KITULGALA

 

Ebenfalls ein Mini-Örtchen, das es in sich hat oder viel mehr das, wovon es umgeben wird.

Wie Belihuloya liegt es an einer Straße, die Westen und Osten Sri Lankas verbindet: der A7, Entfernung nach Colombo ca. 3 Autostunden. Die A7 verläuft jedoch weiter nördlich und mitten durch das Hochland.

Wer den Film „Die Brücke am Kwai“ gesehen hat, kennt Kitulgala, denn dort wurde der Film in Wirklichkeit gedreht. Es war also nicht der Kwai River sondern der Kelani River, der am heiligen Berg, dem Adam’s Peak entspringt. Der Kelani ist DAS Mekka der Wildwasserfans (Rafter) in Sri Lanka, was nicht heißt, das dort Massen unterwegs sind. Der Pauschalreisende wird dort nämlich kaum anlangen. Passend dazu die Herberge, das Rafter’s Retreat. Der Fluss bietet aber auch Möglichkeiten zum Baden und Rutschen, ein Spaßbad naturalis. Auch hierzu gab es im Film einiges zu sehen. Umgeben ist der Kelani von tropischem Tiefland-Regenwald, reich an Vögeln und Schmetterlingen. Um die Tierwelt zu beobachten, bieten sich Wanderungen an, ebenso wie zu den Bela Lena Caves (Höhlen).

Und wenn man denn einmal in der Ecke ist: den Sonnenaufgang auf dem Adam’s Peak erleben, der von allen Religionen auf Sri Lanka gleichermaßen verehrt wird.