Masse der Tamilen lehnt Vorschläge ab , 02 May. 2007 17:05

Wie aus Pressemitteilungen zu entnehmen ist, sind die 3 größten nicht-terroristischen tamilischen Parteien TULF,PLOTE und EPRLF mit einem Statement an die Öffentlichkeit gegangen. Quintessenz: die Vorschläge der regierenden SLFP (Partei des Präsidenten)würden nicht die Probleme der Tamilen aufgreifen, sondern hätten den Weg zum Frieden weiter erschwert. Desweiteren wären die Vorschläge anderer Gruppen/Parteien auch geschwächt wurden.

es wird eng....

Währenddessen erhöhen sich die Militärausgaben um 28 % in 2007 auf 1,25 Mrd. US$. Da nun aber das Luftverteidigungssystem dringend fit gemacht werden muß, können es auch schnell 1,8 Mrd. US$ werden. Entweder werden nun neue Kredite aufgenommen, allerdings verschlingt der Schuldendienst schon jetzt rund ein Drittel des Staatseinnahmen, die Gesamtkreditsumme beträgt 93 % des BSP. Oder wichtige Entwicklungsaufgaben werden zurückgestellt. Also sitzt man auch ökonomisch in der Zwickmühle und das ganz, ganz dolle.


gute nacht sri lanka kann man da nur noch sagen


Quelle: Hindustan times


Quelle: The Island 16.4.2007

 

UNP will Entführungen aufklären

 

Die Oppositionspartei UNP will landesweit alle Entführungen und das Verschwinden von Menschen seit 1994 aufklären. Dazu sollen in allen Städten und Dörfern Befragungen durchgeführt werden, um die Hintergründe der Entführungen zu ermitteln.

 

 

Kampf dem Alkohol

 

Mit der Machtübernahme durch Präsident Rajapakse hat sich die Verfolgung von Alkohol- und Drogendelikten spürbar erhöht. Auch beim Rauchen gibt es harte Bandagen. Insbesondere gilt an Poya-Tagen (buddhistischer Feiertag zum Vollmond) ein striktes Alkoholverbot, dass konsequent durchgesetzt wird.

Allein zum Neujahrsfest im April 2007 wurden rund 5000 Personen wegen Verstoßes dagegen festgenommen. 115 müssen sich wegen Rauchens in der Öffentlichkeit verantworten.

2006 betrug die Zahl von Festnahmen wegen Drogenmissbrauchs 47.298.

Dabei kam auf 28 Männer eine Frau. 12.551-mal ging es um Heroin, 34.728-mal um Cannabis. Drogenhölle Nr. 1 ist Colombo.

Die Polizei hat spezielle Hotlines geschaltet, wo eifrige Bürger Verstöße melden können.

 

Jugendlicher wegen Besitzes eines Terroristen-Fotos festgenommen

 

Harte Sitten: Ein Jugendlicher, der einer jungen Frau ein Foto des Tiger-Führers Prabhakaran zeigte, wurde inhaftiert. Die „Straftat“ ereignete sich auf einer Busfahrt von Colombo nach Kandy. Wachsame Mitreisende hatten über die Notrufnummer 119 die Polizei informiert, die sofort handelte. Wenn sie doch immer so schnell und konsequent wäre….

 

Zimtöl geklaut

 

Am 15.4. wurde in einer Öl-Destille in Dampella eingebrochen und 45 Flaschen Zimtöl entwendet. Reines Zimtöl ist sehr teuer. In diesem Falle betrug der Schaden 111.500 Rs, also rund 7500 Euro.

 

 

Mehr Ayurveda

 

In der Südprovinz sollen 11 neue Ayurveda-Krankenhäuser und Apotheken errichtet werden.

Kosten des Projekts: 27 Millionen Rs. Auch die Anzahl von Ayurveda-Ärzten wird weiter erhöht. Sehr erfreulich, dass traditionelle Medizin mehr gefördert wird.

 

Angst unter tamilischen Geschäftsleuten

 

Speziell in Colombo häufen sich Fälle von Entführungen von tamilischen Businessleuten.

Von den 2006 gekidnappten Personen (rund 300) ist die Mehrzahl immer noch vermisst, einige wurden ermordet. Häufig wird Lösegeld gefordert. Offizielle Stimmen machen den abtrünnigen LTTE-Oberst Karuna für diese Verbrechen verantwortlich. Gemunkelt wird aber auch, dass einflussreiche nationalistische singhalesische Kräfte dahinter stehen. Ziel sei, die tamilische Elite einzuschüchtern und aus traditionell singhalesischen Gebieten zu vertreiben.

Nach Anschlägen der Tiger kommt es zudem immer wieder zu Angriffen auf Geschäfte tamilischer Bürger, die seit Jahrzehnten unbescholten im Süden und Westen Sri Lankas leben. Traditionell ist die Polizei dabei ehr passiv.

Die These, dass der tamilische Einfluss im Land zurückgedrängt werden soll, wird auch durch den Anteil tamilischer Studienabgänger belegt: Dieser ist seit Jahren rückläufig. Dazu gehen Ausschreibungen der Regierung immer seltener an tamilische Firmen und hohe Verwaltungsposten  mehr und mehr an Singhalesen.

Als Beispiel wird auch der kürzliche Staatsbesuch in China angeführt. Dabei sollen keine tamilischen Firmen in der Delegation gewesen sein, während sich singhalesische Geschäftsleute breit präsentieren konnten.

Alarmierend auch: Die Indische Botschaft erhält normalerweise 500 Visaanträge pro Tag. In jüngster Zeit sind es durchschnittlich 1200. Sie werden hauptsächlich von Tamilen gestellt, die dem Bürgerkrieg, Entführungen und Repressalien entkommen wollen.