Quelle: The Morning Leader, 21.2.2007

 

Gesundheitsreport der UNICEF- Sri Lanka schneidet gut ab

 

Bei dem von der UNICEF angestellten Vergleich unter 282 Ländern erreichte Sri Lanka vergleichsweise gute Positionen. Die Erhebungen fanden zwischen 1998 und 2005 statt.

 

So rangierte Sri Lanka 1990 noch auf Platz 26 bei der Kindersterblichkeit im 1. Lebensjahr, 2005 jedoch an Platz 12. Bei Kindern bis 5 Jahren fällt man jedoch auf Platz 137 ab. Diese Zahl gilt als wichtiger Indikator für das Wohl der Kinder in einem Land.

Bei der Säuglingssterblichkeit belegte das Land im Jahr 2000 Platz 11.  

Gleichzeitig sind 22 % aller Neugeborenen untergewichtig.

53 Prozent der Babys bis 6 Monate wurden ausschließlich mit Muttermilch gefüttert.

Der Anteil von Kindern mit Untergewicht beträgt 29 Prozent. Jeweils 14 Prozent sind behindert oder in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand.

 

Beim Nationaleinkommen (Brutto) im Jahr lag SL 2005 bei 1160 $ pro Kopf.

Die allgemeine Lebenserwartung beträgt 74 Jahre.

Insgesamt haben rund 79 % der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser, in den Städten liegt der Anteil sogar bei 98 %. Über ausreichende sanitäre Anlagen verfügen 91 % der Bevölkerung.

Ca. 15.000 bis 20.000 Menschen sind HIV-infiziert, eine sehr niedrige Zahl verglichen mit anderen Entwicklungsländern.

 

 

Neue Personalausweise in Sri Lanka 2008

 

Bis Ende 2008 sollen alle Einwohner Sri Lankas mit einer neuen ID-Card ausgestattet werden. Diese wird über einen Mikrochip verfügen, der u.a. den Fingerabdruck des Halters gespeichert hat, also biometrische Daten enthält. Mit derselben Technologie sollen auch die neuen Führerscheine ausgestattet werden, die ab Juni 2008 verschickt werden. Der Chip darauf soll wichtige Daten des Fahrers sichern, die bei einem Unfall oder anderen Schwierigkeiten nötig sind, insbesondere die Blutgruppe. 

 

 

Quelle: Sunday Observer; 18.2. 2007

 

 

Sri Lanka- bald ein Erdölproduzent?

 

Es klingt wie ein Märchen, aber es besteht berechtigte Hoffnung, dass vor den Küsten der Insel im Norden und Nordwesten Erdölfelder sind. Allerdings ist dieser Fakt nicht völlig neu. Zwischen 1960 und 1974 wurden unter Leitung sowjetischer Experten zahlreiche Untersuchungen und sogar Probebohrungen vorgenommen. Man kam zu dem Schluss, dass höchstwahrscheinlich in 2500 m Tiefe Erdöl lagert. Auch in jüngerer Zeit wurden Gutachten in Auftrag gegeben, speziell an eine norwegische Firma. Das pikante besteht dabei darin, dass Erik Solheim, der norwegische Vermittler zwischen Regierung und LTTE, selbst ein Erdölexperte ist. Solheim wird Eigeninteresse an Sri Lankas Erdöl unterstellt. Gleichzeitig berichten die Medien, dass bereits erste Lizenzen an indische und chinesische Firmen vergeben wurden. Wie so oft in Sri Lanka fehlt es auch in dieser Frage, die die Geschichte und das Schicksal des Landes dramatisch ändern könnte, an Transparenz und effektivem Management des potentiellen Reichtums. Die Menschen glauben nicht an das Ölwunder, denn seit Gründung der Republik 1948 haben ihnen die Politiker zu viele Luftschlösser gebaut und wunderschöne Utopien entworfen. Die traurige Realität hat sie längst Lügen gestraft.

Es bleibt also abzuwarten, ob und wie das schwarze Gold (so es den wirklich gefördert werden kann) Sri Lanka verändert.