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| Video Perahera 1 |
1.136.622 Bytes (19.05.2007 13:57 Uhr) |
Beschreibung |
sri lanka video von einer perahera in colombo februar 2007 Buddhismus Volkskunst
Der weisse Elefant mit dem heiligen Schrein wird aus dem Tempel geführt...im orangen Gewand der Abt des Gangaramaya Tempels in Colombo
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Navam Maha
Perahera

Zu den
beeindruckendsten Erlebnissen, die man in Sri Lanka haben kann, zählt
zweifellos der Besuch einer Perahera. Peraheras sind farbenprächtige
Festumzüge, meist mit buddhistisch religiösem Hintergrund. Sie erinnern etwas
an unsere Karnevalsumzüge.
Am 2. Februar 2007
hatte ich das Glück, die Navam Maha Perahera in Colombo mitzuerleben. Sie wird
jährlich am Vollmondtag des singhalesischen Monats Navam (entspricht unserem
Februar) abgehalten. Veranstalter ist der Gangaramaya Tempel im Herzen der
Hauptstadt von Sri Lanka. Der spirituelle Hintergrund ist die Verehrung des
3fachen Juwels: Buddha, die Gemeinschaft der Mönche und die Lehre.
( Zitat:"Die Dreifache Zuflucht – auch die drei Kostbarkeiten, die drei Juwelen oder die drei Schätze genannt – stellt das grundlegende Bekenntnis der Zugehörigkeit zum Buddhismus dar. Es lautet: „Ich nehme Zuflucht zum Buddha, ich nehme Zuflucht zur Lehre (Dharma), ich nehme Zuflucht zur Gemeinschaft (Sangha).”
http://www.reichhold.de/wichern/8g3_ab04/religion/bud_inf1.htm
Das Fest begann mit
Einbruch der Dunkelheit. Tausende Schaulustige saßen und standen an den Straßen. Am Anfang wurden durch
Abgesandte anderer buddhistischer Tempel aus der ganzen Welt Reliquien in den
Tempel getragen. Dem folgte ein kleines Feuerwerk.
Danach kam der
heiligste Akt: ein weißer (zumindest weiß behangener) Elefant mit einem
besonders wertvollen Schrein wurde aus dem Tempel geführt. Aufgrund der
außerordentlichen Hochachtung für diesen Schrein läuft der prächtig geschmückte
Elefant auf weißem Leinen. Voran ging der Abt des Tempels, der sich persönlich
um das richtige Auslegen des weißen „Teppichs“ kümmerte. Toll war, dass ich
ganz dicht am Geschehen dran war (hier wirkte wieder der Ausländerbonus), was
man an den Fotos gut sehen kann. Der heilige Dickhäuter hätte mir fast auf den
Füßen gestanden. Lächeln musste ich nur über die Stromversorgung des
„erleuchteten“, blinkenden Tieres. Ein Jeep mit einem Generator folgte ihm,
Elefant und Auto waren verkabelt.
Anschließend begann der
Umzug, der von jungen Mönchen angeführt wurde. In den Straßen ringsum warteten
hunderte von weltlichen Teilnehmern (Fotos) und an die 50 wundervoll
geschmückte Elefanten. Sie alle ziehen zum Tempel, um dem 3fachen Juwel ihre
Aufwartung zu machen. Die Navam Maha Perahera soll auch Volkskünstlern die Möglichkeit geben, ihre Begabungen zu zeigen. So kann man stundenlang Tänzern,
Trommlern, Stelzenläufern, Jongleuren, Feuerspuckern, diversen Musikern und
Fackelträgern zusehen.
Immer mal wieder gab es
auch Männer mit langen Peitschen zu beobachten und in das Geräuschcluster
mischte sich das Zischen und Knallen der Peitschenhiebe. Offenbar sollten sie
böse Geister vertreiben oder aber den Umstehenden zeigen was passiert, wenn man
den Pfad der Tugend verlässt. Wie auch immer: ein abwechslungsreiches, buntes Treiben mit Musik, Tanz und
Feuerakrobatik, dass man so schnell nicht vergisst.
Die Stars des Abends
waren natürlich die Elefanten in ihren prächtigen Kostümen. Besonderes Flair
erhält diese Perahera noch durch die Lage des Tempels an einem See mitten in
der Stadt. Ein kleiner Tempel wurde auf einer künstlichen Insel errichtet und
ist über eine Brücke zu erreichen.
Vollmond und
Fackelschein spiegeln sich im Wasser, während Tausende zum Tempel pilgern. Wer
also Anfang Februar in Sri Lanka ist, sollte sich dieses Erlebnis nicht
entgehen lassen. Autos muss man ein Stück entfernt parken, z.B. bewacht am
Liberty Plaza, und den Rest zu Fuß laufen oder mit dem Tuktuk fahren. Wenn man
nicht ganz bis zum Ende bleibt, kommt man anschließend auch wieder gut aus der
Stadt raus.
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