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Steigende Lebenshaltungskosten in
Sri Lanka
Hohe Inflationsrate ist bittere
Pille für die Bevölkerung
Wer über Jahre
immer wieder nach Sri Lanka gekommen ist, hat es mit Sicherheit bemerkt:
Die Preise auf
der Insel galoppieren. Der nationale Preisindex ist seit 2001 um 60 %
geklettert.
In dieser Zeit
ging es mit den Preisen jährlich zwischen 6 und 13 % bergauf. Allein 2006 stieg
der Index um stolze 11,2 %. In einigen
Bereichen sieht es noch drastischer aus. So war ein Sack Zement vor 2 Jahren
noch für 400 Rs zu haben, heute kostet er 630!!, also über 50 % mehr. Ähnlich
sieht es bei Holz, Steinen, Sand und Stahl aus. Da kann einem die Lust am Bauen
schon vergehen. Aber das kann man ja zur Not lassen. Schlimmer ist, dass auch
Lebensmittel schnell teurer werden. Das trifft vor allem die ärmere
Bevölkerung. Als ihr Interessenvertreter trat in den letzten Wochen die
„Vereinigung der Hausfrauen“ (lustiger Verein) auf den Plan, die z.B. Märsche
gegen die Teuerung unternahm und so der Regierung Druck machen wollte.
Preise werden
in Sri Lanka noch in vielen Bereichen staatlich festgelegt, nicht unbedingt ein
Zeichen einer funktionierenden Marktwirtschaft. Andere Ursachen für die
Preisexplosion sind eine hohe Staatsverschuldung sowie unproduktive Ausgaben
für Zinsen, Militär und Verwaltung. Ob die Annäherung zwischen den beiden
großen Parteien SLFP und UNP zu einer Lösung führt, ist nach Expertenmeinung fraglich.
In Deutschland haben wir ja so unsere Erfahrungen mit Megakoalitionen gemacht.
Aber: die
oberste Preisbehörde hat zumindest gute Tipps für die Menschen unter dem Motto:
„Gespartes Geld ist verdientes Geld“ parat. Als ich das las, dachte ich erst, es
wäre eine Satire: Ignorieren Sie die Werbung. Schätzen Sie das, was Sie haben
(aber was, wenn Kühlschrank leer??). Gehen Sie allein einkaufen und hören Sie
vor allem auf, andere Menschen mit ihrem Geld beeindrucken zu wollen(und mit
dem Reis um sich zu werfen).
Da sag ich nur:
Sorry, liebe Hausfrauen.
Englische
Quelle: „The Nation“, Tageszeitung in Srilanka
08.11.2006
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